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Última revisión: 20 de febrero de 2008

Sachbuch

 

 

Auf den Spuren der Ureinwohner

Ein archäologischer Reiseführer für die Kanaren

 

Spannende Entdeckungstouren auf Teneriffa, Gran Canaria, La Palma, La Gomera, El Hierro, Lanzarote und Fuerteventura: Der bekannte Buch- und Filmautor Harald Braem forscht seit 25 Jahren auf den Kanarischen Inseln. Folgen Sie ihm auf den Spuren der Ureinwohner zu Kultplätzen, Höhlen, Pyramiden und zu rätselhaften Zeichen einer geheimnisvollen, versunkenen Kultur...

 

Harald Braem umreißt die wichtigsten archäologischen Theorien über die Herkunft der kanarischen Ureinwohner. Was sich aus Mumien, Muscheln und Müllresten über das Leben der Guanchen ableiten lässt? Felsbilder und Pyramiden, gibt es Vergleichbares in anderen Kulturen? Wohnhöhlen, Siedlungsspuren, Sehenswertes zum Thema vorspanische Bevölkerung der Kanaren. Museen, praktische Tipps, Literaturhinweise.

 

Diese Dokumentation ist Ergebnis von 20 Jahren Feldforschung. Wissenschaftlich, informativ, unterhaltsam.

 

Im Zech Verlag, Teneriffa September 2008, 12,80 EUR
ISBN 978-84-934857-3-3

 

 

Leseprobe aus: "Auf den Spuren der Guanchen"

Die Guanchen: Tausend Fragen und keine
richtige Antwort?

Wer zum Urlaub auf die Kanarischen Inseln kommt, trifft allerorten auf Guanchen: In Zeitungen, Büchern, Magazinen, Museen, Denkmälern, auf Reklameschildern und manchmal sogar direkt auf der Straße... Und was man dabei erfährt, verwirrt oft mehr als wirklich aufzuklären. Zu widersprüchlich sind die Aussagen der Wissenschaftler, Politiker und Medienvertreter. Mal heißt es, die Kanaren seien bereits vor etwa 18.000 Jahren besiedelt worden, dann vor 5000 Jahren, dann wieder erst um 500 v. Chr. oder noch später durch entflohene römische Galeerensklaven, die kein Zeugnis ablegen konnten, weil man ihnen die Zungen herausgeschnitten hatte. Oder die ersten Siedler waren Berber oder Wikinger oder Azteken oder sogar Überlebende von Atlantis. Und dann existieren da noch diese eigenartigen Pyramiden auf Teneriffa und La Palma...

Kurzum: Es ist nicht einfach, bei all diesen Theorien und Spekulationen noch durchzublicken und sich eine einigermaßen objektive Übersicht zum Thema zu verschaffen. Aus genau diesem Grund habe ich das vorliegende Buch geschrieben. Seit 25 Jahren forsche ich auf den Kanaren, habe mehrere Jahre hier gelebt und kann aufgrund meiner sonstigen Studienreisen (Ägypten, Nordafrika, Mittelmeer, Irland, Altai, Sibirien etc.) Vergleiche anstellen, die z. T. zu überraschenden Ergebnissen führen.

Bei aller gebotenen wissenschaftlichen Sorgfalt lege ich Wert auf einfache, verständliche Sprache und eine strukturierte Betrachtungsweise. Es soll ja keine Arbeit sein, das Buch zu lesen, sondern Vergnügen bereiten, Wissen vermitteln und praktische Tipps geben.

Rätselhafte blonde Steinzeitmenschen

Sie kamen über das Meer und gründeten Königreiche auf den »glücklichen Inseln« – die rätselhaften, sagenumwobenen Ureinwohner der Kanarischen Inseln. Hünenhaft, blond und blauäugig waren sie, wildbärtig die Männer und von großer Schönheit die Frauen, und obgleich sie beim Eintreffen der spanischen Eroberer im 15. Jahrhundert noch auf Steinzeitniveau lebten, besaßen sie ausgeprägte Moralvorstellungen und eine Religion, die unsere heutige Generation nachdenklich stimmen kann...

Wer waren sie, woher kamen sie, wie gestaltete sich ihr Leben auf den vom Klima verwöhnten Inseln? Kannten sie die Schifffahrt, fuhren sie in dunkler Frühzeit bis nach Amerika oder bekamen sie von dort regelmäßig Besuch? Stammen sie von den Ägyptern, Phöniziern, Karthagern ab oder sind sie etwa deren Urahnen? Sind die Kanarischen Inseln am Ende gar Überreste des sagenhaften Atlantis, das versunken auf dem Grund des Meeres liegen soll?

Diese und andere Fragen will das Buch zu klären versuchen. Die Spurensicherung stützt sich dabei auf verlässliche ­Quellen und Chroniken, auf Berichte aus verschwundenen und wiederent­deckten Handschriften von Augenzeugen ebenso wie auf experimentelle Archäologie und konkrete Funde, die man an zahlreichen Plätzen der Inseln besichtigen kann. Karten, Illustrationen und Fotos ergänzen die Untersuchung, die zwar umfassend ist, aber dennoch unvollständig bleiben muss, denn noch immer, beinahe täglich, werden neue, ungewöhnliche Entdeckungen gemacht: Da findet ein italienischer Taucher überraschenderweise gut erhaltene olmekische Plastiken im seichten Küstengewässer von Fuerteventura, und die Fachwelt rätselt..., da stößt man auf Menhire, Steinkreise und wohlpräparierte Mumien, werden seltsame Felsbilder und Schriftzeichen entdeckt, wie es sie sonst nur in Irland, in der Bretagne und ... in Südamerika gibt.

Dieses Buch richtet sich daher nicht an den normalen Sonnenurlauber, sondern an alle, die das Staunen noch nicht ganz verlernt haben, an den kunsthistorisch, archäologisch, ethno- und anthropologisch Interessierten, an den Individualtouristen, der weiß, dass er mit den Kanaren nicht irgendwelche Inseln besucht, sondern vielmehr die Wiege einer rätselhaften verschwundenen Westkultur, ein Freilichtmuseum der Steinzeit, eine uralte Lebensweise, die in gewissen Restbeständen und in abgelegenen Winkeln heute noch immer existiert.      (Harald Braem) 

 

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